Horst Pagels

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HORST PAGELS:ICH WAR EVA BRAUN

Ich denke ,Sie kennen mich.
Ich denke ,Sie haben regen Anteil genommen an meinem Leben und ich melde mich hiermit zurück,nach einer langen Phase der Selbsterkenntnis.
Nach der Lösung des letzten Falles(H.P. Unterwegs in eigener Sache)war ich seelisch ziemlich mitgenommen.Ich hatte sozusagen meine Kindheit auf- gearbeitet und meine Familienverhältnisse geklärt.Danach hatte ich mich von meinen Eltern verabschiedet und war nach Hause gefahren.
Dort hatte ich eine sehr lange Zeit in Ruhe und Askese verbracht.
Mir waren all diese weltlichen Dinge leid geworden und ich beschloss mich nun endlich selber zu finden.
Direkt nach der Rückkehr von meinen Eltern hatte ich die Fenster verhängt und mein Bett in der Mitte des Wohnzimmers auf dem Fußboden vor dem Fernseher aufgeschlagen.
Die Haustür stand in diesen Tagen immer einen Spalt breit offen und so konnte von Zeit zu Zeit ein Servicejunge herreinkommen um mir ein wenig essen ans Bett zu reichen und den üblichen Kasten Bier den ich täglich zu meinen Meditationen bestellte.Manche von den Jungen behielt ich auch länger da als notwendig.Ich hatte durch mein zurückgezogenes Dasein ein paar Kilo zugelegt und es erregte mich wenn ich dem Jungen ,den ich gerade dahatte,befahl mir mit einer alten Fliegenpatsche von unten an die Wampe ranzupeitschen.Danach wischte ich mir genüsslich die Fliegenreste vom Bauch und bezahlte den Kleinen gut.Einmal kam die Polizei und betrat die Wohnung um einer Beschwerde nachzugehen,nach der es aus meinem Zimmer herraus bis in den Flur unglaublich stinken solle.Ich brauchte lange um den Polizisten zu erklären,daß ich mich in einer tantrischen Meditationsphase befände,die Selbstreinigung nicht zulassen würde.Irgendwann,nach dem 3-4. Bier hatte ich sie soweit mir zu glauben und später haben wir ,so glaube ich,auch noch "..Das gibt es nur in Texas ..."gesungen.Von nun an musste ich die Tür zum Flur geschlossen halten,was mir mindestens einmal pro Tag ein beschwerliches Aufstehen garantierte.Also bestellte ich eine gigantische Portion an Vorräten und 20 Kästen Bier und liess das alles um mein Bett herrum aufbauen.Es begann eine äusserst glückliche Zeit,ich fühlte mich sehr sicher und wohl in meiner Burg aus Labsahl und mein Fenster zur Welt sprach ununterbrochen zu mir.Es betrat überhaupt niemand mehr meine Wohnung und stöhrte mich. Das war so eine schöne Zeit.Ich verbrachte Nächte voller Liebe und heissestem Sex vor dem Spiegel ,den ich mir ans Bett gestellt hatte.Da mir der Weg aufs Klo zu beschwerlich war, dufte meine Notdurft bei mir bleiben.Ich quartierte sie in Eimern ein,die ich um mein Bett herum postiert hatte. Sie stellten zusätzliche Wachtürme zu meinem Schutz dar.
Irgendwann wurden die Vorräte schlecht.Ich ernährte mich nur noch von Bier und von den grossen Vorräten,die in meiner Hausbar noch an Schnaps vorhanden waren.Ich hatte zu dieser Zeit starke Visionen,die ich alle mit Videokamera aufnahm um sie später nochmal betrachten zu können.Ich sah ein schwarzes Auto, das sprechen konnte und von einem schönen Mann gefahren wurde,der Kriminal- fälle löste.Die Handlungen dieser Visionen waren genial,ja filmreif.Ich vermute,daß jener schöne ,große Mann eine Verbildlichung von mir war. Den gleichen Mann sah ich in einer anderen Vision als Strandhüter und Wellenretter.Auch aus diesen Visionen hätte man glatt eine Fernsehserie drehen können.Und auch hier war ich wahrscheinlich wieder der schöne Retter, der ich in Wirklichkeit ja auch war.Am imposantesten fand ich mich in einer von diesen Anwandlungen,in der ich mich als einen schwarzhaarigen,muskulösen Kämpfer wiedererkannte,der ganz allein Afghanistan befreite.Manchmal aber waren diese Visionen auch so langweilig ,das ich umschaltete.Zum Glück liefen immer irgendwo welche,die interessant waren.
Ich weiss nicht mehr,wieviele Wochen oder Monate vergangen waren ,aber irgendwann waren auch meine Alkoholvorräte alle.Ich beschloss mich anzuziehen um draussen ein paar Flaschen zu besorgen,da mein Telefon mitlerweile abgestellt worden war.Ich kratzte mir so gut es ging die angetrockneten Krusten von der Haut und versuchte aufzustehen.Nachdem ich mehrmals zusammen- gebrochen war,schaffte ich es zum Kleiderschrank zu gelangen.Ich zog mir einen Morgenmantel und meine Pantoffeln über,klemmte mir eine alte Morgen- zeitung unter den Arm,um ganz nach Frühstücksbrötchenholer auszusehen und humpelte aus der Tür.Das Gehen bereitete mir verständlicher Weise große Mühe,hatte ich doch eine lange Zeit nicht trainiert.Nach einem langen Treppenabstieg gelangte ich durch eine nervenzerrüttenden Kampf mit der Haustür in die Aussenwelt.
Es hatte sich nichts verändert,nur das aus einem Zoo schaarenweise weisse Mäuse ausgebrochen sein mussten,denn ich sah sie überall herrumlaufen. Ich ging die Strasse Richtung Supermarkt entlang und machte alle paar Meter Halt um ein wenig zu verschnaufen.Oft wurden mir,wenn ich so herumsaß von Vorbeigehenden Geldstücke zugeworfen und da ich den Grund nicht erkannte nahm ich an ,das sie in mir den berühmten Privatdetektiv Horst Pagels erkannten und ihn bzw mich für meine grandiosen Erfolge bei der Verbrechens- bekämpfung honorierten.Ich lächelte väterlich wissend.Einmal blieb eine Familie stehen und ein Vater erklärte seinen Kindern:"Schaut mal,das ist ein Penner,er ist immer betrunken und ihm geht es sehr schlecht.Er ist aus der Gesellschafft ausgeschlossen worden,weil er asozial ist.Das ist sehr traurig.."Ich schaute entsetzt hinter mich und tatsächlich:im Spiegel einer Schaufensterscheibe war ein auf dem Boden hockender,abgerissener Penner zu sehen.Mitleid packte mein sensibles Herz und ich warf ihm etwas Geld hin.Dann sagte ich zu den Kindern:"Genau liebe Kinder und wir alle müssen aufpassen,das wir auf dem rechten Pfad bleiben,sonst..."ich schaute belehrend und zeigte vielsagend mit dem Daumen hinter mich.Die Kinder legten ihre Köpfe schief und sahen mich fragend an.Auch die Eltern schienen mich nicht recht zu verstehen und zogen die Kinder eilig weiter.
Ich drehte mich um, musterte den Penner und winkte ihm schließlich zu,dem armen Hund.Auch er winkte.Ich schüttelte den Kopf.So ein saugut aussehender Kerl und schon so fertig.Als ich am späten Nachmittag den Supermarkt erreicht hatte war es bereits früher Abend geworden.Die Sonne kreiste wie ein alter, weiser Geier über meinem Kopf,der seine Rente genüßlich verprassen wollte. Ich hatte mitlerweile eine stattliche Summe an Honorationsgeldern beisammen und betrat nach einem längeren Kräftemessen mit der Eingangstür den Supermarkt.Hier war es wirklich super.Es wurde sofort eine typische Einkaufssituation von mir gebildet.Ich ging an den Regalen lang und die Waren zogen wie hypochonderfarbene Fischschwärme an mir vorbei.Ich war Jonas, der Fischer und ich angelte mit der Rute Gottes.Bald sah ich verschiedenste Marmeladen aus aller Herren Länder,feinste Pasteten und Würste waren mit durchsichtiger Folie geschmückt in die Aufbauten drapiert,Säfte in Geschmackssorten und Farben von A-Z mit fremdartig klingenden Namen standen in kunstvoll angefertigten Kästen wie Freunde aufeinander.Ich schlich leise und staunend wie durch ein Museum.Ich kam an einen Stand wo eine Verkäuferin Proben von feinstem,wertvollsten Eierlikör umsonst feilbot.Ganz meinem höflichen Benehmen entsprechend verbeugte ich mich tief.Leider konnte ich mein Gleichgewicht nicht halten und kippte nachvorne über.Ich stürzte mit dem Gesicht in den Eierlikörtisch und brach mit ihm zu Boden.Die Verkäuferin rannte mit einem spitzen Schrei davon.Mir war das alles sehr unangenehm zumal mein gesamter Kopf und auch die Brust mit dem Likör eingesaut waren.Ich steckte mir den langen Bart ,den ich mitlerweile hatte in den Mund und saugte ihn aus und das gleiche tat ich so gut es ging mit meinen Haaren.Mann,war das Zeugs aber auch lecker.Um weiteren Unannehmlichkeiten zu entgehen kroch ich unter ein Regal und blieb dort regungslos liegen.Ich hatte mir noch eine ganze Flasche von dem beglückenden Eiersaft geschnappt und begann jetzt genüsslich an ihr zu nuckeln.Alsbald erschien die Verkäuferin mit dem Geschäftsführer und erklärte ihm in schrillem,hysterischen Ton das sie ein Penner überfallen habe und den gesamten Stand zusammengetreten habe.Ich hob gerade an um zu schreien ich sei kein Penner sondern Privatdetektiv, verstummte aber da ich begriff das es besser für mich sein würde inkognito zu bleiben.Der Geschäftsführer machte sich entzürnd auf die Suche nach mir und die Dame baute ihren Stand wieder auf.
Unter meinem Regal gab es einen toten Winkel hinter einem Mauervorsprung und ich zog mich mit meinem beglückenden Advokaten ganz in diesen zurück. Die Schritte der Einkäufer wurden immer hastiger und bald verkündete eine sonore Frauenstimme durch die Lautsprecher ,daß jetzt Ladenschluß sei. Ich beschloss zu bleiben,zumindestens heute nacht.
Um ca.7.00 Uhr waren die Feger durch und der Laden wurde vom Geschäfftsführer abgeschlossen.Ich wartete noch ein wenig ,dann verliess ich mein Versteck,um mich umzusehen.Ich war wirklich ganz allein in diesem Paradies!Als aller- erstes suchte ich die Schnapsabteilung,fand sie und begann mit einer aus- giebigen Probierstunde.Ich trank mich durch die besten Rumsorten des Abend- landes und neutralisierte den Geschmack im Mund nur ab und zu durch ein Bier. Ich wusch mir den Kopf mit einer 2 Liter Flasche Perlwein und besorgte mir einen Eimer.In diesen kippte ich die verschiedensten Sorten Schnaps,Bier und Wein und beschloss dann ein wenig um die Regale zu ziehen.Ich war wirklich im Paradies gelandet.Da ich kein Klo fand,denn ich hatte auch nach keinem gesucht,pinkelte ich in die Brotabteilung.In der Elektroabteilung fand ich einen Batteriebetriebenen Fernseher.Ich packte alles ,was ich brauchen konnte in eine große Plastiktüte.Zwischendurch steckte ich immer wieder den Kopf in meinen Eimer und labte mich an der göttlichen Ambrosia,die ich mir da zubereitet hatte.
Irgendwann morgens weckten mich Stimmen.Ich schaute mich um und stellte fest, das ich in einer von diesen Käsekühlboxen lag ,überall um mich herum waren die Käsepackungen aufgerissen und angefressen.Auf dem Boden standen immer noch der Eimer und die volle Plastiktüte.Am Geschäftseingang sah ich den Chef mit einem Angestellten stehen,sie unterhielten sich.Bibbernd vor Kälte stemmte ich mich hoch,schnappte mir meine Güter und schlich äusserst leise zu meinem Versteck.Hier konnte mich niemand entdecken!
Es dauerte nicht lange,bis ich aufgeregte Stimmen hörte und entsetzte Verkäufer durch die Gänge laufen sah(ich sah nur ihre Füße..).Sie hatten die Spuren meiner Exkursion entdeckt.Immer wieder hörte ich die delegierenden Schreie des Geschäftsführers,man hatte eine Großsuchaktion gestartet. Fluchende Angestellte durchkämmten jeden Winkel und schauten unter jedes Regal,allein mich konnten sie freilich nicht entdecken,da ich zusammenge- kauert in meinem Winkel hockte.Zufrieden schlabberte ich meine Bowle. Die Polizei traf ein,konnte aber auch keine entscheidende Hilfe leisten. Ratlosigkeit.Ich kaute an einem in Platik eingeschweisten Speckballen. Irgendwann einigte man sich draussen darauf,das clevere Einbrecher diese Schlachtfeld angerichtet hatten,die mit modernsten Einbruchsmitteln und einem fehlerfreien Plan diesen spurenlosen Coup begangen hätten.Wie sonst ginge es an ,daß die Türen und Fenster unbeschädigt seien.Ich hatte gewonnen. Ich,der grösste Einbrecher des Jahrhunderts.Das klang gut.Mir gingen Pläne für gigantische Raubzüge durch den Kopf.Ich kam ins träumerische Schwärmen bis mir gewahr wurde,das ich ja schließlich Privatdetektiv war und auf der hellen Seite des Gesetzes stand.Ich rechtfertigte mein tun durch die prekäre Lage in der ich mich befand und beschloss später alles zurückzugeben.
Den Tag verbrachte ich zu großen Teilen mit dem kleinen Fernseher,an den ich Walkmankopfhörer gekoppelt hatte.Der Betrieb war wieder normal auf- genommen worden,nur einmal hörte ich wie sich Kunden über den seltsamen Gestank im Markt unterhielten,der hier neuerdings zu riechen war.Ich roch nichts.Dann und wann schlief ich ein oder süffelte aus meinem Eimer.Meine Notdurft verrichtete ich in eine breithalsige Orangensaftflasche.Mir gefiel es hier sehr gut und ich beschloss länger zu bleiben.
Erneut brach die Nacht herein und der Markt lag verlassen da.Ich beschloss mir heute Zeit bei der Inspektion meines Reiches zu nehmen.Während ich auf allen vieren durch die Gänge kroch,das aufstehen war mir zu anstrengend, kamen mir die Regalwände wie riesige,steil aufragende Schluchtwände vor. Das steinerne Gesicht der Decke darüber blähte sich wie eine waagerechte Mauer von einer Seite zur anderen.Triste Visionen von einem verregneten Nachmittag im Grand Canion modulierten traurigste Gefühszustände in mir. Ich musste an die Hasen denken auf die Regen aufprallte,Würmer ,die in ihren sorgsam gebauten Erdhöhlen grausam ertranken ,ich stellte mir ein unachtsames Rebhuhn vor ,in das ein Blitz einschlug dessen Voltzahl dazu gerreicht hätte die Spielzeugeisenbahn eines kleinen Jungen bis in seine Seniorenjahre in Gang zu halten.Dann stellte ich mir vor,wie dem alten Mann plötzlich der Strom für seine Spielzeugeisenbahn ausging,weil der Blitz alle war und wie sich der alte Mann vor lauter Gram über sein verlorenes Hobby in den Grand Canion stürzte.Genau auf ein Murmeltier rauf, das gerade eine Biene jagte.Und die Biene wurde auch noch von einer Ente zer- treten,die etwas im Regen umherwatscheln wollte um sich ihre grausamen Entendepressionen zu vertreiben.
Ich began sehr stark zu weinen,schließlich fluchte ich sogar wieder Gott ob seiner Grausamkeit und schwor von nun an nur noch mir selber zu dienen. Ich hörte eine Stimme flüstern und schaute mich panisch um.Sie verstummte. Was oder wer war das?Oder war es Einbildung gewesen.An einem Regal mit eingelegten Pflaumen machte ich halt und trank den Schnaps aus einem der Gläser.Ich pinkelte hinein und stellte es wieder geschlossen ins Regal zurück,ich hatte beschlossen keine Spuren zu hinterlassen.In der Schnaps- abteilung nahm ich die hintersten Flaschen aus den Regalen und füllte meinen Eimer wieder auf.Nach einer ausgiebigen Zechtour durch den Garten- bedarf landete ich in der Zeitungsecke.Ich steckte mir ein paar der besten Fernsehzeitungen ein.Dann besorgte ich mir aus der Sanitärabteilung einen Spiegel,denn ich verspührte das Bedürfniß Sex zu haben und ich weiss,was mich wirklich anmacht.Zuguterletzt landete ich schließlich in der Tabak- abteilung und stellte mir einen grossen Beutel an Rauchwaren zusammen. Ich setzte mich wie ein Barmann an eine der Kassen und soff und rauchte was das Zeug herhielt.Dort wachte ich auch morgens auf.Um mich herum musste es gebrannt haben,denn die ganze Kasse und das Förderband waren geschmolzen. Mein Bart war bis unters Kinn abgekohlt.Meine Finger waren schwarz und mit Brandblasen bedeckt.Wer war das gewesen?Wieso hatte ich das verpasst? Ich hörte Geräusche an der Eingangstür und verschwand eiligst in meinen Bau.Die Belegschaft betrat den Laden um den Tag zu beginnen.
Alsbald gab es die gleiche Aufregung wie gestern und ich hörte wie viele Schritte eilig zu der besagten Kasse rannten.Bald war wieder die Polizei da und diesmal untersuchten sie den Laden gründlicher.aber auch diesmal entdeckten sie mich nicht und so kam man am Ende zu dem einhelligen Beschluss das das Ganze nur von einem Angestellten hätte verübt worden werden können. Nur jemand mit einem Schlüssel könne hier so Problem und Spurenlos ein und ausgehen.Jetzt begann die Rattenjagd.Jeder verdächtigte jeden und der Geschäftsführer,der übrigens Elroy Mulden hieß,verdächtigte alle. Ich laß derweilen in aller Seelenruhe meine Fernsehmagazine.
In einem dieser Magazine lass ich einen sehr interessanten Artikel über Reinkarnation.Er war von einem Professor Gründel in Tübingen/Deutschland geschrieben,was die Seriosität des Artikels noch hervorhob.Dieser Professor schrieb,daß wir alle schon einmal gelebt hätten und uns unzählige Male auf der Erde aufhalten würden.Er selber sei seiner Ansicht nach bereits schon einmal Pharao im alten Ägypten gewesen und danach ein grosser römischer Feldherr.Seinen letzten Aufenthalt hätte er als französisches Burgfräulein im Mittelalter hier gehabt.Er berichtet das man durch Meditation seine früheren Leben bereisen könne ,um herauszukriegen wer man wirklich sei. Auch könnten das bestimmte Leute ohne Fremdhilfe erfahren und überhaupt, man müsse nur tief genug in sich hinein horchen,dort würden sich die Antworten ganz von selber finden.Oft sei man auch eine Person in der Vergangenheit gewesen,die einem aus heutiger Sicht sonderbar vertraut oder symphatisch wirken würde.Es waren Photos von Menschen abgebildet und daneben ôlgemälde von alten Meistern und tatsächlich erkannte ich Ähnlichkeiten. Unter dem artikel war die Unterschrift des Professors abgedruckt,was meine letzten Zweifel hinwegwischte.Es musste also wahr sein!Dieser Artikel war von einem Professor geschrieben worden,der bereit war seine Unterschrift für seine Glaubhaftigkeit einzusetzen.Der Gedanke nahm mich ganz und gar gefangen.Wer war ich wirklich?Woher kam ich?Wahsinn!Ich überlegte wer mir denn besonders symphatisch wäre und hatte bald eine wahrhaft monumental- historische Seelenreise zusammen:Da musste ich also von Tut Ench Amun über Nero und Alexander dem Grossen , über Kolumbus und Napoleon,über Adolf Htiler bishin zu Pinochet die gesamte Weltgeschichte beeinflusst haben. Ich überlegte ob ich auch Richard Nixon gewesen sein könne,war mir da aber nicht so sicher.Stolz schwellte meine schöne Brust.Ich nahm einen großen Schluck aus meinem Heldeneimer und wähnte mich an dem richtigen Ort um Pläne für eine neue Weltherrschaft zu erdenken.Dies war der beste Platz für einen Gott wie mich,denn hier gab es alles was man brauchen würde um so ein glänzendes Reich zu errichten.Ich zählte auf:Marmelade,Bier,Brötchen, Geschirr.Damit kannst du schon ein ganzes Volk durchbringen.Ich musste unbedingt beginnen Pläne anzulegen.Vielleicht sollte ich den Leuten unbemerkt kleine,aufklärerische und für mich werbende Botschaften zustecken?Ich schlief ein.Ich erwachte durch eine Stimme die mir befahl:"Aufstehn!"Ich zuckte hoch und krachte mit dem Kopf an das Regal über mir.Es war niemand da. Auf dem Flur waren ein paar Füße stehengeblieben,wohl auf Grund des Kraches den ich gemacht hatte.Ich wagte kaum zu atmen,bis die Füße weitergingen. Was war das wieder für eine Stimme gewesen?Wer sprach da zu mir?Ich nahm schnell einen großen Schluck Normalisierer aus dem Heldenkessel.Die Stimme erklang trotzdem wieder und befahl mir in hartem Ton die Orangensaftflasche mit der Pisse in den Flur zu schmeissen.Ich versuchte zu protestieren, konnte mich aber gegen die Macht der Stimme nicht wehren und schmiß die Flasche.Sie traf genau den Kopf eines Zierpinschers der von einer alten Dame durch den Supermarkt geführt wurde.Die Flasche zerplatzte und der Hund viel tot um.Die Oma schrie entsetzt-gellend auf und brach in jämmer- liches Geheul aus,wobei sie sich in die Scherben und die Pinkel zu ihrem Köter kniete.Ich hielt mir die Hand über den Mund vor Entsetzen und gleich- zeitigem Vergnügen.Panische Verkäufer eilten herbei und halfen der Dame wieder auf die Beine.Sie hatte starke Atemschwierigkeiten bekommen und verschiedene Stimmen schrien hysterisch nach einem Arzt.Bald stellte es sich so ein ,das die Verkäufer sich gegenseitig des Anschlages bezichtigten, da sie sich ohnehin die ganze Zeit beargwöhnten und beim Geschäfts- führer lieb Kind machen wollten.Einer behauptete lautstark er hätte den nächsten dabei beobachtet,wie der dem Hund die Flasche über den kopf gezogen hätte um ihn dann auch noch vollzupinkeln.Es war wundervoll.
Schließlich stieß der vollkommen entnervte Geschäfftsführer einen marker- schütternden Schrei aus und die gesamte Meute verstummte.Mir hoher Fistel- stimme erklärte er ,daß er sich genötigt sähe den Markt bis auf weiteres zu schliessen solange man brauchen würde um den Täter zu ermitteln und er könne dieses Geschäft so nicht weiterleiten.Die gesamte Belegschaft würde ab jetzt unter Arrest stehen und von der Polizei verhört werden.In tiefem, diabolischen Ton fügte er hinzu,das der Täter eine harte Strafe zu erwarten habe,es sei denn-und hier wurde seine Miene sehr freundlich und blümerant- derjenige würde sich jetzt melden,dann könne man eventuel noch Milde walten lassen.Niemand meldete sich,natürlich nicht.Derweilen sann ich über jene sonderbare Stimme nach und betete ,daß sie mich nicht ausgerechnet jetzt etwas aufseheneregendes gegen meinen willen tuen lassen würde.
Elroy Mulden hob gerade zu einem lautstarken Wortschwall an als es wieder begann.Ich sprang auf und die gesamten regale über und um mich herum stürzten mit ohrenbetäubendem Lärm zusammen.Die gesammte Meute hatte sich zu Tode erschreckt herumgedreht und schaute ungläubig.Ich musste wahnsinnig laut "Korden!" schreien und dann Wörter wie:"Mückflamm" und "Wegenpespe".Dann durfte ich ruhig werden.Sie starrten mich an wie einen Ausserirdischen, keiner von ihnen rührte sich.Ich muß gestehen ,das ich ein sonderbares Bild geboten haben muss,mit meinem abgekohlten Bart und den verbrannten Fingern in einem mitlerweile ziemlich eingesauten Morgenmantel,unglaublich verklebten Haaren und ansonsten einer Haut ,die seit 6 Monaten oder so kein Wasser mehr gesehen hatte.Ich schrie noch einmal bestärkend:"PESPE!",dann hob ich meinen Eimer hoch und nahm einen sehr tiefen Schluck.Am Ende war mir das Ganze dann doch etwas peinlich geworden und ich beschloss zu gehen.Den Eimer in der einen,die Beutetüte in der anderen Hand ,so wankte ich auf den Ausgang zu. Wie als wenn sich ein Bann gelegt hätte,fing die gesamte Horde aufeinmal an zu schreien und stürzte mir hinterher.Hätte ich jetzt doch bloss irgendwelche Waffen bei mir gehabt,ich hätte sie alle umgebracht,aber mir mislang selbst die einfachste Judorolle und so wurde ich begraben unter ihren hasserfüllten Laibern die auf mich einprügelten als ob es gelte mir den Belzebub auszutrei- ben.Ich versuchte umzuschalten aber es ging nicht.Dann verlor ich das Bewusstsein.
Ich erwachte gefesselt in einem weissen Kachelraum.Ich lag auf dem Rücken und war mit Lederriemen an eine Pritsche geschnallt.Grelles Licht drang aus wohlgeformten Designerlampen.Welche von diesen schicken neuen Dingern die jetzt bei allen Leuten mit Geschmack an langen quer durch den Raum gespannten Drahtschienen von den Decken leuchteten.Ich liebte diese Art von Design und war gespannt ob es hier wohl auch moderne Stahlartmöbel geben würde.Ich hatte keine Ahnung wo ich gelandet war,aber es mussten sehr intellegente, symphatische Menschen sein,die das hier eingerichtet hatten.Weisse Kacheln, ich überlegte ob ich wohl hoffen dürfte,das die Pritsche auf der ich lag mit diesen schönen pastellfarbenen Stoffen in modernem Hellrosa,Lila und Neongrün bespannt war.Die Füße natürlich aus geschliffenem Stahl.Ich fand es toll in dem Raum.An der Decke war ein Spiegel angebracht und ich stellte fest, daß man mir Kinn,Schädel,Achsel und Schamgegend rasiert hatte.Auch das sah superschick aus.Aus einer versteckten Box drang beruhigende Musik,irgendso- was Gutes wie Shackatack oder Miami Sound Machine."Klasse!" rief ich,"Klasse ist das hier!".Keine Antwort.Ich beobachtete meinen schönen Körper im Spiegel.Ich musste schon lange hier liegen,denn zum Zeitpunkt meines Super- marktaufenthaltes hatte ich sicher um die 250 Kilo gewogen und jetzt war ich um einiges schlanker.Meine Arme und Beine waren so dünn und grazil wie eh und je und mein Bauch war etwas zur linken Seite abgesackt,so das er nach dort eine Falte warf.Ich bewegte mich etwas und der Bauch schwang nach rechts um dort liegenzubleiben.Während ich das beobachtete bekam ich einen Orgasmus.Ich schlief ein.
Irgendwann erwachte ich erneut durch eine Stimme.Es war DIE Stimme.Sie begann erst leise ,dann lauter zu reden.Sie sagte ungefähr folgendes:"Ich habe Dich lange gesucht.Ich brauchte Zeit un zu Dir zu gelangen.Du warst einmal ich und ich bin ein Teil von Dir.Du hattest mich vergessen.Wir waren so eine schöne Frau.Ich komme daher wo Du herkommst,aus dem Reich.Du darfst niemandem von mir erzählen ,sonst wird man mich herausholen.Ich habe Dir immer geholfen und dich entscheidend unterstützt bei der Lösung Deiner Fälle.Ich half auch anderen bei der Lösung ihrer Fälle.Ich will immer eine saubere Lösung!Wir müssen uns sehr in acht nehmen,denn wir wollen schließlich die Welt ver- ändern."Sie hatte geendet.Ich erkannte,daß ich diese Stimme mochte und beschloss sie zu fragen wer sie und ich denn wären bzw gewesen seien. Ich fragte laut wie denn ihr Name wäre aber sie antwortete nicht.Ich wieder- holte die Frage aber scheinbar hatte sie den Kontakt abgebrochen.Ich grübelte vor mich hin und irgendwann schlief ich ein.

Es kam kaum noch Licht durch die dicke Rauchschicht über der Stadt.Von allen Seiten tönte der Lärm der Zerstörung.Wir hatten lange gebraucht um zu begreifen,daß das absolute Ende eingesetzt hatte.Wie war das bloß passiert, unsere Pläne waren doch hundertprozentig gewesen ,unsere Macht war gigantisch die Ziele heer, unsere Ideale leutend.Ich hatte mich heute morgen besonders schön gemacht für die Prozedur.Ich kannte seine Planung für diesen Fall und von daher wusste ich das dieses wenngleich unser letzter so auch unser schönster Tag werden sollte,der Tag an dem wir heiraten würden.Bereits am frühen Morgen hatten wir und in den Bunker begeben um letzte Direktiven zu verteilen.Wir würden als erste gehen.Die Trauung erfolgte schnell und schnörkellos und nachdem wir mit den Anderen ein letztes Glass Champagner getrunken hatten verabschiedeten wir uns von ihnen.Ich freute mich endlich mit ihm allein zu sein.Wir gingen in seine privaten Gemächer und verschlossen die Tür hinter uns.Uns war beiden klar ,daß wir nicht viel Zeit hatten.Wir umarmten uns und zum ersten mal sagte er zu mir:"Freulein,ich mag sie." Ich gab das Kompliment zurück.Dann hielt er eine kurze,ergreifende Abschieds- rede:"Seitdem es die Menschheit gibt ist jetzt eine lange Zeit vergangen. Der Mensch ist ein Reiter und die Erde sollte sein Ross sein.Jeder Körper hat Gliedmaßen.Wenn Italien der eine Stiefel ist,so muß Spanien der andrere sein.Wenn Afrika die linke Hand ist ,so muß Amerika die rechte werden.aber jeder Körper hat nur einen Kopf und der Kopf des Weltenkörpers,der wird immer Deutschland bleiben.Auch wenn wir jetzt gehen müssen,der Kopf der Welt ist dieses Land!"Ich juchzte vor Begeisterung,denn was er sagte war so schön und wahr zugleich.Er sagte:"Alles fing an mit Adam und Eva und wenn die Welt jetzt den Kopf verliert dann hört alles auf mit Adolf und Eva.Das Ende und der Anfang sind sich immer sehr ähnlich."Ich mußte weinen so sehr ergriffen mich seine Worte.Ich fagte ihn schluchzend:"Adolf,glauben sie an Wieder- geburt?"Er warf mir einen verächtlichen Blick zu und drehte sich ohne zu antworten um.Er legte 2 pillen bereit und lud seine Pistole.Ich sagte: "auf die Gefahr hin ihr Ärgernis zu erregen,ich glaube an die Wiedergeburt, das ist doch eine feine Idee,dann könnten wir gleich wiederkommen ,vielleicht rechtzeitig um alles noch wieder hinzubiegen.Oder wir könnten gleich ein 4tes Reich aufmachen." Er schien mich weder wahr noch ernstzunehmen,im Gegenteil er wurde sogar zusehens grießgrämiger.Wortlos hielt er mir eine der beiden Pillen hin.Er sagte:"Schweig jetzt und schluck,auf Wiedersehen!"Mein Gott wie liebte ich diesen Mann!Er war so überlegt,so erwachsen.Ich setzte mich auf das im Raum befindliche Sofa und schluckte die Pille.Ich musterte ihn zärtlich und flüsterte dann:"Auf Wiedersehen mein Führer,vielleicht so gar in dieser Welt.Ich auf jeden fall schwöhre hiermit,daß ich wiederkommen werde.In einer neuen Gestalt,in einem neuen Körper,aber mit dem gleichen Plan...Ich habe einem Vertrauten Pläne übergeben wann und wo genau mit meiner Wiederkunft zu rechnen wäre,denn ich hatte eine Vision,in der ich als Pivatde..." Mich überfielen unglaubliche Schmerzen und ich brach zu Boden.Aus den Augenwinkeln beobachtete ich wie der Führer sich in seinem Sessel ge- mütlich die Abendzeitung aufblätterte ,dann starb ich.

Langsam erwachte ich.Was war das gewesen:eine Eingebung?ein Traum?Erinnerung? Es schien so wirklich zu sein,es kam mir vor wie meine eigenene Vergangen- heit.Wir wurde klar ,das ich die Antwort auf meine Fragen gefunden hatte. Wer war ich wirklich?Ich war EVA BRAUN!Ich war mit dem Führer verheiratet gewesen.Und jetzt war ich hier!Fantastisch.Ich hatte nicht davon geträumt eine so grosse Person gewesen zu sein.Ich war sie!Ich wurde mir der großen Verantwortung die ich jetzt zu tragen hatte bewusst und war glücklich endlich mein wahres selbst gefunden zu haben.Ich schaute mich um und bemerkte das sich noch 2 andere Personen im Raum befanden.Es waren 2 junge Militär- ärzte,zumindestens hatten sie Uniformen an.Als sie merkten,das ich wach war kamen sie näher und beugten sich schließlich interessiert über mich. Der Eine sagte zum Anderen:"Er sieht ihr aber garnicht ähnlich.."Der Andere sprach mich an:"Sir,ist ihr Name Horst Pagels,sind sie Privatdetektiv und haben die letzten Tage ihrer Erinnerung in einem Supermarkt unter einem Regal zugebracht?"Ich bejahte.Er fragte:"Wie war das letzte Wort ,das sie erinnern gesagt zu haben?"Ich überlegte,dann sagte ich etwas kleinlaut: "Pespe",das Wort kam mir auf einmal so dämlich vor.Sie zuckten zusammen und traten zurück.Der eine stotterte aufgeregt:"..Pespe..Er hat es gesagt... das grosse Wort..er hat es wirklich gesagt,so wie es in den Aufzeichnungen steht..." Der Andere war zu einem Telefon gerannt und fiepste mit hoher Stimme hinein:"..Chef,er ist es..er hat es gesagt.."
Was war denn nun wieder los?Ich wusste nicht was ich von all dem halten sollte,nutzte aber die Möglichkeit aus um die beiden zu fragen,ob man hier auch Designermöbel aus Stahl hätte und diese Stoffe in den wundervollen neuen Farben.Ich betonte das ich es hier wirklich witzig finden würde um nicht zu sagen-echt schrill.Ausserdem hätte ich Durst,ob sie nicht meinen Eimer irgendwo gesehen hätten.Die beiden beachteten mich garnicht,so aufgeregt waren sie über diese idiotische Wort.Pespe.Ich fand es total albern,liess sie aber in ihrem Rausch um ihn eventuell auszunutzen.
Eine Tür öffnete sich und weiterer Mann kam herrein.Er war älter als meine Wächter,trug eine Uniform mit verschiedenen Orden und hatte ein machtvolle Ausstrahlung.Er musterte mich skeptisch während er nähertrat,dann fragte er ruhig:"Also nochmal,wie war das letzte Wort,das sie sagten vor ihrer Ohn- macht?"Da das Wort hier scheinbar eine positive Stimmung auslöste sprach ich es es in frohlockendem Ton noch einmal aus:"PESPE!".Der Alte schaute mich aus schmalen Augen an,dann fragte er :"Und das Wort davor?Welches Wort sagten Sie davor?"Ich überlegte.Das war doch auch irgendwie sowas schwachsinniges gewesen.Saftflieg?oder Käfemese?Ich hatte es.Ich sagte triumphierend: "MÜCKFLAMM!" Die Augen des Alten weiteten sich.Er sagte:"Sie ist es wirklich! Wie schön das Sie endlich hier sind Frau Braun..oder Frau Hitler..wie sollen wir sie nennen große Meisterin?" Ich sagte:"Nennen sie mich Horst , denn mein Name ist Horst Pagels!Und schnallen sie mich gefälligst ab!" Ich nutzte die Situation aus.Der Alte gab sofort Anweisungen mich abzuschnallen und während ich mich hinsetzte,knallte er die Stiefel zusammen und stellte sich vor:"Gnädigste,gestatten mein Name ist Bruno von Stefansloh.Ich bin der Sohn des Mannes,dem sie die Anweisungen für ihren Empfang gaben:Burkhart von Stefansloh!Wir haben uns streng an ihre Pläne gehalten.Voller freudiger Erwartung halfen wir ihnen bereits in den letzten Jahren unbemerkt bei ihrer seegensreichen Aufgabe als Privatdetektiv und nun sind sie endlich erwacht!"Er hatte einen pathetischen Ton in seine Stimme gelegt.Er schrie die beiden Jüngeren an, sie sollen Frau Braun sofort ihre Kleider bringen, aber dalli!Mir wurde ein altes Damenkostüm,augenscheinlich aus den vierziger Jahren gebracht und eine blonde Damenperücke,da man mich ja kahlrasiert hatte.Auch ein Paar hochhackige Damenschuhe wurden bereitgestellt.Das Kleid war mir viel zu eng und die Schuhe schnitten in meine Füße,aber ich zog beides an um die Situation nicht zu versauen.Die Perücke passte mir sehr gut. Mir wurde ein Spiegel bereitgestellt und ich betrachtete mich darin.Es erinnerte mich an das Maikäferkostüm,mit dem ich mich vor Kurzem zu tarnen versucht hatte.Ich sah irgendwie schwanger aus.Meine Verehrer schauten mich bewundernd an und so beschloss ich mich nicht weiter zu beschwehren. Es schien mir der geeignete Moment gekommen zu sein um nach meinem Eimer zu verlangen.Der eine von den beiden jüngeren,der Hüdele genannt wurde öffnete die Tür einer Abseite und sieh da,dort waren all meine Habselig- keiten verstaut,auch der Eimer.Ich ließ ihn mir geben und nahm sofort einen tiefen Schluck daraus.Das Zeug schmeckte gut abgestanden und ich leckte mir zufrieden die Lippen.Ich kippte den halben Eimer auf ex und meine Stimmung stieg.Dann kramte ich aus meiner Tüte ein paar Batzen einge- schweisten Schweinspresskopf ,biß die Hülle auf und began genüßlich daran zu zutzeln und zu lutschen.Ich bot meinen neuen Freunden ein Tütchen berliner Flüssigkäse in Plastik an.Sie schienen nicht den rechten Apetit dafür aufzubringen als ich eine Stimme aus mir in Befehston sprechen hörte: "Los,der Käse wird getrunken, aber zackig!"Ich war erstaunt,das musste SIE gewesen sein,auf jeden Fall lutschten meine Begleiter artig an ihren Beutel- chen.In mir drin sagte die Stimme zu mir:"Im übrigen,Du überlässt mir jetzt besser die Kontrolle,ich weiss was zu passieren hat,ich habe den Plan!" Ich erwiederte nichts ,ich war mit der Situation ganz zufrieden und dachte mir:Na die Eva wirds schon richten,Hauptsache ich habe meinen Eimer und nen Fernseher.
Bruno von Stefansloh trat an mich heran,verbeugte sich vor mir und gab mir einen Handkuss."Sie sehen wirklich ganz entzückend aus meine Dame!"so schwärmte er."Darf ich sie nun unseren Gästen vorstellen?Es gibt viele Leute,die lange auf auf Sie gewartet haben und darauf brennen Sie nun endlich kennenlernen zu dürfen.Geschmeichelt antwortete sie aus mir:"Es ist mir eine Ehre!"Stefansloh öffnete eine Tür und wir schritten in eine Art Tagungsraum mit einem grossen Tisch in der Mitte,an dem ca.30 Leute ver- schiedenen Geschlechts saßen.Als wir den Raum betraten sprangen die Anwesenden aufgeregt auf.Von Stefansloh tönte stolz:"Meine Damen und Herren: Begrüssen Sie:EVA BRAUN!" Ich stolperte an ihm vorbei in den Raum,da meine Absätze unter meinem Gewicht ständig umknickten,stürzte und schlug mit der Nase auf dem kahlen Hinterkopf eines alten Mannes auf,der zuforderst am Tisch saß und zu alt war um sich umzudrehen.Man griff mir sofort unter beide Arme und stellte mich wieder hin.Erschrecken hatte die Anwesenden ergriffen.Ich blutete aus der Nase und der alte Mann jammerte irgendwas in sich hinein.Ich riss mich zusammen und machte mich für eine Rede bereit. "Meine Damen und Herren.Ich finde es echt witzig hier,diese Designerlampen.. sie müssen wissen ich bin Privatdetektiv.."als ich barsch in mir unterbrochen wurde:"..Schnauze halten ,hier rede ich sie Idiot!.." schrie ich "..Verzeih- ung meine Damen und Herren,mein Name ist Eva Braun und ich war die Frau des Führers.Die Person,in die ich reinkarniert wurde will mir noch nicht so recht gehorchen.Aber zum Beweiß sage ich es noch einmal allen Anwesenden hier:PESPE!" Bestärkend fügte ich persönlich nochmal hinterher:"Ja genau.. PESPE!" Die Umstehenden starrten mich mit offenem Mund an.Sie schienen von meinem Aussehen und meinem Auftreten sehr beeindruckt zu sein. Irgendjemand aus der honorablen Runde die mich umgab stöhnte:"Sie ist es, das muss die Frau des Führers sein,nur sie kann so auftreten!"Andere stimmten ein mit :"Ja genau!" und "Pespe...Pespe Frau Braun..".Tränen rollten,die schließlich in offenen Applaus umschlugen.Man jubelte mir zu und ich war sehr gerührt.Wie lange hatten diese armen Menschen warten müssen?Ich warf ihnen Kußhände zu und verbeugte mich nach allen Seiten."Liebe Faschisten," sprach die Stimme aus mir,"Wir haben jetzt einen langen Nachmittag vor uns und ich werde alle Ihre Fragen beantworten.Setzen Sie sich!"Ich hob den Eimer und sagte:"Auf mich!" Dann schrie ich nach Hüdele um den Eimer wieder füllen zu lassen.
Viele Stunden waren vergangen und Frau Braun hatte aus mir heraus all die Fragen beantwortet die unsere neuen Freunde gestellt hatten.Sie hatte viel vom Führer erzählt und ich hatte interessiert gelauscht.Ab und zu warf ich unterstützend "genau!" oder "echt spitze!" ein,was von ihr ignoriert wurde.Ich fand es total langweilig was sie erzählte und schaltete meinen kleinen,tragbaren Fernseher ein.Ich liess sie vor sich hinlabern,unterbrach sie nur ab und zu durch einen brüllenden Lacher,da ich eine prima Verwechs- lungskomödie mit Stepptanzeinlagen verfolgte.Zickig befahl sie mir gefälligst den Rand zu halten,da sie hier ernsthafte Ausführungen zu halten habe. Ich sagte:"Schnauze Puppe,wer hat hier die Hosen an?"Unsere Gäste waren verwirrt und so hielt ich mich erstmal wieder zurück.Am Schluß ihrer Rede forderte sie die ganze Runde zu großzügigen Spenden auf,für die "rechte Sache" und bedankte sich.Ein starker Applaus begann und während von Stefansloh herumging wurden ihm Spendenschecks mit gigantischen Summen ausgehändigt.Das gefiel mir und ich überlegte was ich mir alles für tolle Sachen davon kaufen könne."Spar dir diese dummen Gedanken!"sagte sie in mir"Du kriegst keinen Pfennig davon!" Langsam fing die Alte an mich zu nerven.Nachdem wir unsere Gäste verabschiedet hatten waren sie gegangen. Jetzt wollte sie erstmal ein pflegendes,schönes Bad nehmen und sich dann ein wenig zur Ruhe betten.Ich fand ihre Ideen immer bescheuerter,ich wollte viel lieber mit meinem Eimer fernsehen.Sie wurd sehr sauer und schrie: "Halt jetzt endlich deine dumme Gosche ,du hirnloser Prolet,hier bestimme ich,ICH -EVA BRAUN!" Das konnte ich mir nicht bieten lassen und ich schrie zurück,daß sie eine total blöde Ziege sei und sie sei hier ja wohl nicht zu Hause und solle abhaun,bekloppt wie sie aussähe.Ich holte aus und gab ihr eine schallende Ohrfeige.Es tat total weh und ich kippte zur Seite um.Sie fing hysterisch an zu heulen und ich lachte sie aus. Von Stefansloh,Hüdele und der Dritte namens Grachtenbertie starrten mich verständnisloß an,ich glaube sie fanden mich abstoßend,was ich der Anwesen- heit dieser durchgedrehten Kuh zuschrieb.Ich beschloss mich ihrer wie auch immer zu entledigen.Vielleicht könnte ich sie wegsaufen dachte ich mir und versuchte den Eimer zum Mund zu heben aber sie war stärker und liess ihn wieder zu Boden.Ich kniete mich nieder und steckte bevor sie begriff was ich vorhatte schnell den Kopf in den Eimer.Ich schluckte Unmengen.Ich bekam sofort ein starkes Harald Juhnke-Feeling und fing an Stimmungslieder zu singen.Ich hörte im Hintergrund starke Brechgeräusche in mir.Ha,die Alte hatte ich erstmal flachgelegt.Zumindest vorerst war ich wieder der Herr im Haus.Ich gab meinen Bediensteten,die nicht wissen konnten wer in mir das Steuer in der Hand hatte ,eine Liste mit Dingen,die sie biß zum nächsten Morgen zu besorgen hätten und befahl ihnen den Raum zu verlassen.Dann liess ich mit einem langen ,zufriedenen Grunzer vor dem Fernseher nieder,in der linken meinen Kessel in der rechten ein paar von diesen leckeren Speckbatzen. Feierabend!
Am nächsten Morgen,ich hatte durchgeglotzt und mitlerweile den 3. Eimer angemischt,betraten Hüdele und Grachtenbertie meine Gemächer.Sie hatten alles wie befohlen besorgt.
Ich überprüfte es sorgfältig,dort waren eine goldverzierte nubische Barke, ein weisses Cesarenkostüm mit einem Lorbeerkranz,4 afrikanische Träger, ein grosses Schild auf dem in goldenen Lettern geschrieben stand:"HORST PAGELS,DER GRôSSTE PRIVATDETEKTIV DER WELT,GRÜSST DIE MENSCHEN VON BOSTON!" Ich hatte beschlossen mich so durch die Strassen der Stadt tragen zu lassen, von Menschenmassen bejubelt ,um der Braun zu zeigen wie sich wirkliche Größe darstellt.Ich begann mich unter den fragenden Blicken meiner Untergebenen umzuziehen und erklärte ihnen,daß wir jetzt stetig auf den Endsieg zumarschieren würden.Meiner geballten Intelektualdominanz unterlegen vertrau- ten sie auf das weise Urteil ihrer Führerin.Eine schwache Stimme erklang in mir:"Horst ,das kannst du nicht machen,du reisst uns und unseren grossen Plan in das Verderben.Wie kannst du dich so gegen mich wehren?Ich halte das nicht durch,wenn du so weitermachst vernichtest du mich...!"Sie heulte jämmerlich. Das war mir nur recht.Diese irre Ziege.Ich antwortete,das ich ihre Pläne auch alleine ausführen könne und sie solle sich nicht wundern,nach dem Affentanz, den sie aufgeführt hätte.Bestärkend nahm ich einen Riesenschluck Eimersaft. Sie wimmerte und bettelte,aber ich hatte kein Mitleid,soetwas hatte ich ja noch nie gehabt.Sie verstummte und ich hoffte für immer.
Ich setzte mich in die Barke,liess mir meinen Eimer ,meine Tüte und die Spendenschecks geben und befahl den Trägern mich hochzuheben und loszugehen. Während der verwirrte Hüdele und der frühsenile Grachtenbertie uns die Türen öffneten ,durchquerten wir mehrere Flure und kamen dann zur Aussentür. Wir befanden uns direkt am Anfang der grössten Einkaufs und Geschäfftsstrasse von Boston und es herrschte ein emsiger Morgenverkehr.Ich befahl Hüdele sofort zur naechsten Bank vorzulaufen und sämmtliche Schecks in Bahres tauschen zu lassen.Dann liess ich mich langsam und majestätisch winkend die Strasse hinuntertragen.Ich hielt das Schild hoch und rief Sachen.Leute blieben stehen und starrten verdattert,andre winkten und wieder andere folgten uns um mich weiter zu beobachten.
Hüdele kam mit 2 Koffern zurück und gab sie mir.Ich beschloss mich gönnerisch zu geben ,öffnete den einen Koffer und begann Dollarscheine auf die Strasse zu werfen.Schreiend stürzten Menschen auf den Knieen über die Strasse und rafften zusammen ,was sie konnten.Die Menschentraube wurde immer grösser und der Verkehr kam zum erliegen,Leute prügelten sich, andere wieder- rum schlugen brutal auf Leute ein und ein unheimliches Geschrei hatte sich erhoben.Hände reckten sich zu mir herauf in die ich spuckte.Es war erhebend. Wir waren mitlerweile auf der Hälfte der Meile angekommen und eine gigan- tische Menschentraube umrang uns.Ich erhob mich und warf die Arme gen Himmel. Dann schrie ich gebieterisch:"Silentium!"Die Menge verstummte und starrte mich erwartungsvoll an.Ich hob zu einer Heldenrede an:"Menschen aus Amerika, ich liebe Euch.Die edle Art wie ihr Euch kleidet spricht von einer grossen Kultur und von feiner Sitte.Das Purpur und Türkis Eurer Sportswear sind die Farben der Edelsteine in dem Diadem das die Königin Umwelt um ihren grazilen Hals trägt.Eure wohlerzogenen Artikulationsweisen und die feine,höfische Art eurer Bewegungen zeigt wie wichtig euch Etikette und gutes Benehmen ist. Eure Frisuren sprechen von modischer Reflektion,denn ich sehe hier niemanden, der nicht vorne kurz und hinten lang trägt.Ihr seid das edelste Volk,das das Antlitz der Welt je erblickt hat und ich will Euer neuer Führer sein. Und als erstes will ich Euch ein paar kleine Geschenke machen!"Ich griff in den einen Koffer und warf ein paar Geldschein in die Menge.Ein wahnsinniges Schreien und Drängen begann und ich war nicht mehr Herr der Situation.Ich schrie und gab Befehle doch der Mob war nun vollends durchgedreht und von allen Seiten brandeten die gestreckten Arme gegen die Barke.Sie geriet ins wanken,denn die Träger konnten sie nicht mehr halten und stürzte zu Boden.Ein Menschenberg schloss sich über mir ,der nach dem Geld raffte. Ich griff mir den einen Koffer,den geschlossenen und begann zwischen den Beinen der Leute hindurchzukrabbeln.Das gelang mir auch,sie bemerkten in ihrer Hysterie nicht mehr was,wer und wo das Objekt ihrer Begierde war und drängten alle nur zum Mittelpunkt des Gewühles.Nachdem ich den dichtesten Haufen unbemerkt hinter mir gelassen hatte ,entdeckte ich eine kleine Seitenstrasse und entfloh durch sie.Diese Narren,dieser Pöbel dachte ich mir, ich hätte sie in ein neues Paradies führen können,aber sie wollten nur mein Geld.Die Gasse mündete in eine andere,größere Strasse.Ich stellte mich an den Bürgersteig und pfiff nach einem von diesen berühmten New Yorker Taxis. Ich prägte mir meine Umgebung detektivisch genau ein,ja ich beobachtete sie sogar eher wie ein Schriftsteller,der vorhat einen naturalistischen Roman über die South-Bronx zu schreiben.Irgendwann als mir die Lippen schon ganz weh taten hörte ich auf zu pfeifen.Vielleicht hielt kein Wagen an, weil hier gar keine Wagen fahren durften.Ich schaute mich um,tatsächlich: ich war in einer Fußgängerzone.Ich schüttelte vergnügt den Kopf,ich altes Gigantehirn,tsts,die Welt wollte ich verändern aber an soetwas einfachem wie einem Taxistop scheiterte ich.Ich schlenderte zur nächsten Querstrasse und hielt mir dort ein Cab an.Ich spuckte auf einen Tausender,klebte ihn von hintem dem Taxifahrer auf die Stirn und sagte :"Fahren sie einfach loß." Nachdem ich aus dem verbeulten Wagen geklettert war,weil der Fahrer in die Schaufensterscheibe eines Geschäffts gefahren war,da er ob des Geldscheines nichts hatte sehen können,hielt ich mir einen weiteren Mietwagen an und beschloss mich auf diesmal weniger gönnerische Weise einfach nach Hause fahren zu lassen.
Nach langer,langer Zeit endlich wieder zu Hause.Ein Gefühl der Geborgenheit überkam mich als ich den Wagen vor meinem Haus verliess und den Fahrer bezahlt hatte.Ich strich zärtlich über die Motorhaube meines weissen Golf Cabrios,der mitlerweile bunt angesprüht war und dem die Räder fehlten. Es war mir egal was man dem Wagen angetan hatte,denn für mich war es ein scheiss Wagen.Ich betrat den Hausflur und ging die Treppen hinauf zu meiner Wohnungstür.Sie war versiegelt von irgendeiner städtischen Instanz.Ich brach sie mittels Körperdominanz auf.Die Wohnung war leergeräumt,man hatte alles gepfändet.Ich setzte mich auf den nackten Fußboden und schmiedete einen Plan.

Nach einer Woche war alles so weit. Ich hatte den Wohnungsbesitzer durch großzügige Spenden zur Ausstellung eines neuen Mietvertrages bewegen können, ein bezahlter Killer(ich wollte mir in diesem Fall die Hände nicht dreckig machen)hatte meine faschistischen Brüder umgebracht,da sie die Einzigen waren,die meine Spuren hätten finden können. Verschiedene Einrichtungs- unternehmen hatten mir allerlei Krimskrams ins Haus gebracht:Einen grossen, kippbaren Fernsehsessel,eine perfekt ausgestattete Fernseh und Videoaus- stattung inklusive eines Satelitenempfängers auf dem Dach und zu guter Letzt ein kompliziertes Gestänge aus Rohren ,Trichtern und Pumpen die ich von Mechanikern in folgender Anordnung installieren liess:Neben der Eingangstür wurde draussen auf dem Flur ein grosser Trichter an der Wand befestigt.Er war mit einem Rohr verbunden ,das durch die Wand führte und in einer Hechselpumpe mündete.Von der Hechselpumpe führte das nächste Rohr an der Decke entlang zu dem Sessel vor der Videoanlage und endete dort.Ein Stück tiefer führte ein Stutzen eine weitere Leitung in Richtung Bad und hier war eine Pumpe angebracht die den Inhalt der Leitung direkt in die Kanalisation pumpen konnte.Die Idee war folgende:Ich würde mich in den Sessel setzen und mir jeweils den eine Stutzen in den Hintern und den anderen in den Mund ein- führen ,so hatte ich bequem die eine Hand für die Fernbedienung und die andere zum kratzen frei.Zweimal am Tag würde ein Service kommen und eine genaue Menge an Essen und sehr viel Alkohol in den Trichter neben der Tür füllen.Auf Knopfdruck würde die Hechselpumpe das ganze zeug verkleinern und vermischen und mir dann direkt in den Mund pumpen.Über den Geschmack machte ich mir keine Sorgen,denn wenn 3 oder 4 gute Sachen miteinander vermischt werden ,so kann der Geschmack des einzelnen dadurch ja nicht schlechter werden,im Gegenteil,man hätte all die leckeren Geschmäcke zugleich im Mund- also eine Geschmackssteigerung!Alles ,was ich verdaut hätte würde schließlich von der Afterpumpe nahezu Spuren- und vor allen Dingen Anstrengungslos ab- gesaugt und weggespült werden.Der perfekte Zustand!Das war meine Idee vom modernen Menschen und wenn sich mein System bewähren sollte ,so beschloss ich,würde ich es der gesamten Menschheit vorstellen.Wieviele Übel könnten dadurch gelöst werden!Keine unnötigen Anstrengungen mehr,keine Langeweile, keine zerstörerische Stille,denn der fernseher muss natürlich durchlaufen und die Lösung eines der grössten Probleme der Menschheit:keine Hungersnöte mehr,man wäre ja immer direkt am Hahn!Ich wähnte mich an der Schwelle zu einer neuen Zeit,dies war die grösste Erfindung seit der Entstehung des Rades und ich war der Pionier dieser Epoche.Ich war glücklich und vollkommen ausgefüllt.Nachdem ich eine für lange Zeit reichende Überweisung an den Essensservice getätigt hatte und somit meine Versorgung gesichert war nahm ich einen letzten grossen,quasi manuellen Schluck aus meinem Eimer und setzte mich in meine Anlage.Ich führte mir die Stutzen ein und hob den Arm mit der Fernbedienung.Ich drückte auf den POWER-KNOPF : DER ENDSIEG!!!!

Epilog

"Ich war Eva Braun" Ist das tiefenpsychologische Meisterstück Pagels.
Ergreifend beschreibt er den eigenen Niedergang,die Krankheit,die Selbster- kenntnis und daraus resultierend die Genesung.Das philosophisch,epische Werk setzt sich mit der Vereinsamung des Menschen von heute auseinander und bietet am Ende überraschend einen interessanten Lösungsversuch zivilisa- torischer Probleme,der in eine bessere Zukunft weisst.Pagels hat es auf seine ganz eigene Weise geschafft uns allen einen Spiegel vor die Augen zu halten und uns zuzurufen:"Wacht auf!Macht Euch unabhängig!Das Sterben ist jedermanns eigene Sache!"Total sensibel und zugleich unheimlich witzig nimmt er uns alle bei der Hand und hilft uns aufrecht zu gehen.

EUER HORST PAGELS